Förderung von energieeffizienten Kälteanlagen

Richtlinie zur Förderung von Maßnahmen an Kälte- und Klimaanlagen in Unternehmen:

  • Die Förderung von Sorptionskälteanlagen ist ein eigenständiges Fördermerkmal.
  • Die maximale Förderung beträgt bis zu 100.000 EUR in der Basisförderung und (ggf. zusätzlich) bis zu 50.000 EUR in der Bonusförderung.
  • Die Fördersätze der Bonusförderung unterscheiden sich nach Wärmeübertrager und Wärmepumpen, hier differenziert in Abhängigkeit von der Treibhauswirksamkeit des Kältemittels (GWP).

Es werden

  • Kompressions-Kälteanlagen mit 5 bis 150 kW elektrischer Leistungsaufnahme
  • Kompressions-Klimaanlagen mit 10 bis 150 kW elektrischer Leistungsaufnahme und
  • Sorptionsanlagen mit 5 bis 500 kW Kälteleistungsaufnahme gefördert.

Damit soll sichergestellt werden, dass die geförderten Kälteanlagen nach dem derzeitigen Stand der Technik errichtet werden und das Energieeinsparpotenzial weitestgehend ausgeschöpft wird.

  • Für die sanierte Bestands- bzw. Neuanlage wird vom BAFA ein Kälteanlagen-Energieeffizienz-Ausweis erteilt. Er ist an geeigneter Stelle für den Publikumsverkehr sichtbar auszuhängen.
  • Die Fördersummenberechnung orientiert sich an den Nettosummen der förderfähigen Kälteanlagenkomponenten. Förderfähig sind alle Komponenten und Systeme des Kältemittelkreislaufes sowie Kühlmittelleitungen für Wasser und Sole. Es bestehen unterschiedliche Fördersätze für Neuanlagen und sanierte Anlagen in Abhängigkeit des verwendeten Kältemittels.

Voraussetzung für die Förderung von Sorptionskälteanlagen ist, dass die Wärme aus KWK-Anlagen stammt oder Abwärme genutzt wird. Außerdem darf der Leistungsbedarf aller elektrisch angetriebenen Zusatzverbraucher mit Ausnahme der Kaltwasserverteilung 10 % der bereitgestellten Kälteleistung nicht übersteigen. Der Jahresenergieverbrauch ist für die Förderzusage nicht mehr maßgebend, jedoch weiterhin im Rahmen des Monitorings erforderlich.

Anstelle einer Berechnung des Energieminderungspotenzials bei Bestandsanlagen wird für die zu sanierenden Bestands- bzw. Neuanlagen die Energieeffizienz der Gesamtanlage anhand der verwendeten Komponenten bestimmt. Für die Systemgruppen Verdichter, Verflüssiger/Gaskühler, Verdampfer, Regelung/Steuerung sowie Gesamtsystem sind dazu jeweils die erreichbare Maximalpunktzahl sowie für die infrage kommenden Baugruppen die gewichteten Effizienzpunkte im Formblatt „Datenerhebung und Bewertung" vorgegeben. Die Aufsummierung der Punkte für die verwendeten Baugruppen muss bezogen auf die Maximalpunktzahl mindestens 85 % bei Bestands- bzw. 95 % der bei Neuanlagen erreichen.

Nicht förderfähig sind gebrauchte Komponenten oder Versuchsanlagen. Beratungsleistungen sind weiterhin eigenständig förderbar.

Wir beraten Sie gerne bei der Antragsstellung da wir als sachkundiger Betrieb beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle anerkannt sind.

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